So bleiben Firmen und Mitarbeiter gesund und leistungsfähig!

Agil, Working out Loud, Open Space, New Work. Die Berufswelt produziert in immer kürzeren Zyklen neue Ansätze. Was bleibt ist das Gefühl, dass die bisherige Form des Arbeitens in jedem Fall anders werden muss. Egal wie, Hauptsache anders. Leider wird die damit einhergehende Unsicherheit bei Mitarbeitern im privaten Bereich nicht gemildert. Denn zum Privatleben ist das ‚Social Life‘ hinzugekommen. Die Auswirkungen sind fatal: Wir lassen uns immer schneller ablenken. Smartphones, Tablets und Laptops sind unsere ständigen Begleiter. Nach einer Studie des Marktforschungsinstitutes dscout aus Chicago bringt es ein durchschnittlicher User auf über 2.600 Berührungen des Smartphone-Displays, ein Heavy-User auf knapp 5.000. Nach einer Studie von Microsoft Kanada aus dem Jahr 2015 liegt unsere Aufmerksamkeitsspanne nur noch bei acht Sekunden. Und damit eine Sekunde unter der eines Goldfisches. Lenny Kravitz ist nach eigener Aussage völlig irritiert davon, dass zu Beginn eines Konzertes fast alle Zuschauer ihr Handy zücken, ein Bild machen und es in ihren sozialen Netzwerken posten. Dabei ginge es nur darum zu zeigen, dass man dort war. Aber es geht mehr darum, wirklich da zu sein. Früher war Selbstbestimmung ein großes Ziel. Die Realität heute sieht anders aus: Wir leben mehr und mehr in einer Welt der Selbstverwertung.

Fakt ist: Die Welt verändert sich in einem rasanten Tempo. Und gleichzeitig steigen die Fallzahlen beim Burn-out-Syndrom. Das Problem ist dabei nicht die Veränderung an sich. Veränderungen sind ein systemimmanenter Bestandteil und der Mensch ist grundsätzlich ein sehr anpassungsfähiges Wesen. Die Problematik ergibt sich vielmehr aus der Geschwindigkeit, mit der Veränderungen heute stattfinden. In dem Maße, wie Veränderungen mit dem Begriff „exponentiell“ versehen werden, haben immer mehr Menschen ein Gefühl von „Ich kann nicht mehr“ oder „Ich schaffe es nicht“.

Um mit den Entwicklungen der Zukunft Schritt zu halten, müssen sich Unternehmen und Menschen anpassen, so Holger Kracke, Experte für gesunde Leistungsfähigkeit und Bundesvorsitzender des Deutschen Bundesverbandes für Burnout-Prävention. „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des War for Talents wird es aus meine Sicht eine der größten Herausforderungen für Unternehmen sein, die Mitarbeiter gesund und leistungsfähig zu erhalten. In Abgrenzung zu anderen Unternehmen wird es darauf ankommen, den Mitarbeitern ein wirksames, nachhaltiges und dauerhaftes Präventions-Programm anzubieten“, so Kracke. Dabei geht es nicht um Ernährung, den Zuschuss zum Fitnessstudio oder den Kicker-Tisch. Ganzheitliche Burnout-Prävention betrachtet die Ausprägung von Kompetenzen im Bereich des instrumentellen, kognitiven und palliativ-regenerativen Stressmanagements. Ergänzt um die Durchführung der psychischen Gefährdungsbeurteilung und die Schulung von Führungskräften zum Thema ‚Gesund Führen‘ werden Unternehmen und deren Mitarbeiter den Anforderungen der Zukunft gesund und produktiv entgegensehen können.

Welche Tools für die Umsetzung zu empfehlen sind, erfahren Sie bei der BGM-Jahrestagung des Management Forum Starnberg am 14./15. Februar 2019 in München.