Bessere Work-Life-Balance außerhalb des Büros

Teleworking, also das Arbeiten von zu Hause, bietet rundum Vorteile: Der Mitarbeiter erlebt bessere Work-Life-Balance, da er zwischen dem Arbeiten Zeit zum Joggen oder für seine Kinder hat; Pendler sparen Treibstoff - zudem wird weniger CO2 ausgestoßen und es gibt weniger Verkehr. Das Unternehmen hat ein zusätzliches Instrument zur Mitarbeiter-Motivation in der Hand. Dennoch ist es um Teleworking in letzter Zeit still geworden. Denn die Betriebe müssen arbeitsrechtlich umdenken: Wenn sich der Teleworker zu Hause ein Bein bricht, ist das ein Betriebsunfall?

Christoph Wolf, selbstständiger Consulter, möchte Teleworking in Oberösterreich nun wiederbeleben. Denn Pendler nach Linz geben im Monat 157 € für Treibstoff aus - durch Teleworking könnte dies zumindest zum Teil eingespart werden. In Freistadt startet Wolf heuer einen Feldversuch mit zehn Probanden, die ein Jahr teleworken. Die Studienergebnisse sollen in ganz Österreich anwendbar sein.

Die wichtigsten Tools zum Teleworken sind laut Wolf nach wie vor Laptop und Handy. VPN und Firewall sind ebenfalls essenziell. "Das ist in den meisten Unternehmen aber ohnehin vorhanden", sagt er. Telekonferenzen sieht Wolf hingegen mit gemischten Gefühlen: Routine-Meetings lassen sich aus der Ferne machen; für kreative Prozesse und Konfliktlösungen sollte man allerdings doch vor Ort sein. Denn so schön es auch zu Hause ist: Die soziale Anbindung an den Betrieb muss bestehen bleiben.