Weiterbildung neben dem Beruf - Finanzierungsmöglichkeiten

Wer sich neben dem Beruf weiterbilden möchte, um später bessere Aufstiegsmöglichkeiten zu haben, wir meist vor finanzielle Schwierigkeiten gestellt. Das Einkommen aus dem Hauptberuf wird zum Leben benötigt, sodass grundsätzlich nicht viel davon übrig bleibt. Aus diesem Grund muss man sich nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten umsehen. Welche das sind und wie diese umgesetzt werden können, wird im folgenden Artikel genauer beleuchtet.

Gibt es auch für Weiterbildungen oder berufsbegleitendes Studieren staatliche Kredite wie z.B. Bafög oder KFW?

Alle, die eine Weiterbildung zum Techniker oder Handwerksmeister anstreben, können finanzielle Hilfe in Form des sogenannten Meister-BAföG beantragen. Ebenfalls in Frage kommt diese Art der Förderung für Fortbildungsabschlüsse bestimmter Berufsgruppen. Die Anträge müssen grundsätzlich bei den kommunalen Ämtern für Ausbildungsförderung gestellt werden. Bewerber müssen eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen. 
Die Höhe der Förderung, die sich aus Zuschuss und Darlehen zusammensetzt, hängt von verschiedenen Faktoren ab und variiert deshalb von Person zu Person. Unter anderem ist maßgeblich, ob es sich um eine Voll- oder Teilzeitmaßnahme handelt und ob der Bewerber alleinstehend oder verheiratet ist. Eltern, die die Förderung beantragen, können mit höheren Beiträgen rechnen.
Die Darlehenskomponente muss nach Abschluss des Förderprogramms innerhalb von 10 Jahren in bestimmten Mindestmonatsraten zurückgezahlt werden.
Personen, die das Nachholen eines Schulabschlusses oder das Absolvieren eines Studiums anstreben, können ebenfalls auf diese Weise gefördert werden, wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und zu Beginn der gewünschten Weiterbildung jünger als 30 Jahre sind. Dies muss jedoch beim Amt für Ausbildungsförderung beantragt werden.

Weitere Fördermöglichkeiten

Neben dem BAföG bzw. dem KFW gibt es auch noch weitere Fördermöglichkeiten für Aus- und Weiterbildungen. Dazu zählt beispielsweise die Bildungsprämie. Diese muss bei einer entsprechenden Beratungsstelle beantragt werden. Bewerber müssen 25 Jahre oder älter und mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sein. Zudem dürfen das zu versteuernde Gesamtjahreseinkommen nicht mehr als 20.000EUR und die Gesamtkosten der Weiterbildung nicht mehr als 1.000EUR betragen. Der Antrag muss noch vor Beginn der Weiterbildung gestellt werden.
Wer den Abschluss einer Berufsausbildung anstrebt und dabei finanzielle Unterstützung benötigt, kann von der WeGebAU, die von der Bundesagentur für Arbeit angeboten wird, profitieren. So können Personen, die weder eine Berufsausbildung noch ein Studium abgeschlossen haben und mindestens 45 Jahren alt sind, gefördert werden. Bei Personen, die jünger als 45 Jahre sind, muss der zukünftige Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Ausbildungskosten übernehmen.

Ist eine Finanzierung durch Privatkredite sinnvoll?

Viele Menschen denken beim Thema Finanzierung erst an einen Kredit. Meist ist es dabei nicht sinnvoll, die kompletten Weiterbildungskosten durch ein Darlehen einer Bank zu tilgen. Zunächst sollte man sich also informieren, ob eine staatliche Förderung in Frage kommt. Allerdings decken diese oft nur einen Teil der anfallenden Kosten ab. In diesem Fall kann ein günstiger Kredit von einer Bank helfen. Um den passenden Kredit zu finden und dabei möglichst wenig Zinsen in Kauf zu nehmen, sollte man vorher verschiedene Kreditanbieter vergleichen. Dort werden einige Kredite, die für ein solches Vorhaben in Frage kommen, aufgelistet. Dabei handelt es sich um gewöhnliche Ratenkredite, die nach Abschluss der Weiterbildung in vorher festgelegten Raten zuzüglich Zinsen beglichen werden müssen.