Karrierecoaching – Mein Sprungbrett zum Erfolg?

Wir leben in einer Gesellschaft, die vom Erfolg lebt. Wir wollen erfolgreich sein in der Schule und im Sport, wollen erfolgreich einen Beruf wählen und die Ausbildung oder das Studium bewältigen. Im Anschluss streben wir nach einem erfolgreichen Berufseinstieg, nach Erfolg im Job und dem erfolgreichen Einsatz unserer besonderen Fähigkeiten. Unsere kleinen und großen Erfolge stellen wir dar: im Lebenslauf, bei Klassentreffen, auf facebook, twitter oder über WhatsApp, in Jahresrundbriefen an alle Verwandten und Bekannten, auf Vorträgen, in Präsentationen…  Kein Wunder, auch in den Medien werden wir pausenlos über die Erfolge der Reichen, Schönen und Erfolgreichen informiert. Und wenn man nichts über sich zu berichten hat, dann könnte man doch „mal von sich hören lassen“! Wer versendet heute noch gute Wünsche zum Jahreswechsel ohne „ein erfolgreiches neues Jahr“ zu wünschen?

Und wenn der Erfolg ausbleibt?

Nicht alles läuft im Leben nach Plan. Und mit all den vielen Erfolgsmeldungen in der Umgebung konfrontiert, fühlt sich mancher im Vergleich so gar nicht erfolgreich…. Und was, bitte, bedeutet denn überhaupt Erfolg? Erfolg wird heute allgemein als das „Erreichen eines definierten oder allgemein als erstrebenswert anerkannten Ziels“ verstanden. Klar, Abi geschafft, so ein Studienabschluss in der Tasche, endlich den Marktleiterposten ergattert, es bis zum Meister gebracht, die eigene Firma gegründet – das sind Ziele, die allgemein als erstrebenswert anerkannt sind. Wenn ich in diese Schiene aber einfach nicht reinpasse? Oder plötzlich zum ersten Mal damit konfrontiert bin, nicht auf vorgedachter Weise ans Ziel zu kommen? Was, wenn ich mich mit dieser Art von Erfolg gar nicht identifizieren kann, wenn ich mich dadurch nicht glücklicher oder zufriedener fühle? Oder ist erfolgreich einfach nur etwas anderes als glücklich? Wie bei vielen Begriffen in unserer Alltagssprache hat auch Erfolg nicht immer diese Bedeutung gehabt. Zunächst einmal handelte es sich dabei um die ganz neutrale Konsequenz eines Handelns, im eigentlichen Sinne des Wortes also ein Zeichen dafür, dass etwas erfolgt. (Das, was wir heute unter Erfolg verstehen, wurde ursprünglich eher als Sieg oder Glück bezeichnet.)

Und was hat Coaching damit zu tun?

Dieser Überlegung folgend, stellen wir schnell fest, dass es im Leben selten – oder niemals? – Zeiten gibt, in denen gar nichts erfolgt. Wir tun doch immer irgendetwas, entwickeln uns weiter, auch wenn wir uns von den allgemein als erstrebenswert anerkannten Pfaden entfernen. Und manchmal – nicht nur an den Wende- und Scheiternspunkten des Lebens, aber sicherlich gerade dann! – tut es gut, sich aus den Mühlen der allgemein erstrebenswerten Annahmen, Ziele, Erwartungen und Denkmuster zu lösen und mal genauer hinzuschauen, was da eigentlich gerade passiert. Sich Zeit zu nehmen, sozusagen mit der Lupe zu schauen, eigenen Bedürfnissen im Abgleich mit verschiedenen Begriffsverständnissen und Herangehensweisen auf den Grund zu gehen (www.perwiss.de/fuehrungskraefte-durch-coaching-entwickeln.html) und die Bedeutung für das eigene Leben zu definieren. Coaching verstehen wir als methodisch geführte Form der Selbstreflexion. Ein Coach ist jemand, der sich die Zeit nimmt und eine Fülle von Fragen und Methoden mitbringt, die es uns ermöglichen, die Dinge, die in den verschiedensten Zusammenhängen unseres Lebens erfolgen, einmal aus anderen Perspektiven zu betrachten, zu sortieren, neu zu denken, umzuplanen …

Mit Karrierecoaching das „Ich“ im Blick

Dass die allgemein als erstrebenswert anerkannten Ziele tatsächlich Erfolge darstellen, soll ja gar nicht bestritten werden. Vielmehr geht es darum, die Wirkung auf den einzelnen Menschen in den

Mittelpunkt der Überlegungen zu stellen. Die eigenen Werte und Visionen zu hinterfragen (www.ma-t.de/karriere-coaching.htm), ein Gefühl, ein Bild von den ganz individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen zu erhalten und die eigenen Ziele zu definieren, nachzudenken, welche Erkenntnisse und persönliche Entwicklung auch im „Misserfolg“ enthalten sind, Schätze zu suchen, die unser Leben ausmachen und in der Konsequenz einen ganz persönlichen Weg zum ganz eigenen Erfolg zu finden – das stellt den besonderen Wert eines Karrierecoachings dar. Oftmals führt dieser Prozess sogar in großem Bogen zurück oder hin zu einem der vielen allgemein als erstrebenswert anerkannten (Karriere-, Bildungs-) Ziele, nur eben unterfüttert und genährt von der persönlichen Einstellung und Hingabe. Letztendlich führen doch in der Regel viele Wege „nach Rom“, um nicht zu sagen zum Erfolg. Den ganz eigenen zu finden, macht den Erfolg dann in der Definition zum „Erreichen selbst gesteckter Ziele“. Auf dem Kontinuum zwischen Erfolg und Glück liegen die beiden dann auch gar nicht mehr so weit voneinander entfernt.