Von diesen intelligenten Tools könnte das HRM profitieren

Das Personalmanagement ist nicht gerade für ungebrochene Innovationskraft, ständiges Hinterfragen oder zahlreiche Neuausrichtungen bekannt. First-Mover kennt man vielleicht aus dem Marketing oder dem Produktmanagement – die Personalabteilung hingegen – setzt lieber auf Altbewährtes. Wozu auch um- bzw. neudenken? Die Bewerber erscheinen schliesslich trotz “Fachkräftemangel” immer zahlreich, die Position des HRM scheint somit komfortabel.

Für uns Grund genug dem modernen HR Manager einmal neue Ideen und Anstösse in Form von innovativen Tools zu präsentieren. Heute im Gepäck: Drei Tools die jeweils auf Ihre eigene Art und Weise die Kommunikation im Personalmanagement (zum Positiven!)  verändern möchten.

Aubry – Das Chatbot fürs HR

Zugegeben: In unserer letzten Buzzword-Retrospektive liessen wir kein gutes Haar an Chatbots. Für simple HR-Aufgaben ist der Chatbot-Ansatz aber wie gemacht. Aubry scheint der Traum aller entnervten HR-Manager zu sein, die kostbare Zeit damit verschwenden dem neuen Mitarbeiter die letzte Sicherheitsverordnung noch einmal raussuchen zu müssen. Genau solche Informationen können in Aubry hinterlegt und schliesslich im Dialog (bspw. über die Slack-Anbindung) mit dem zugrundeliegenden Chatbot beantwortet werden. Auch anonymisierte Mitarbeiterbefragungen können über das Tool durchgeführt werden. Außerdem kann Aubry über den Chat-Dialog auch Urlaubsplanungen und Fehlzeiten des Personals managen.

Niles – Noch intelligenter?

Niles verfügt über die gleiche Funktionsweise wie Aubry und hat einen ähnlichen Funktionsumfang. Sprich Onboarding mittels Chatbot über Slack oder andere Auskünfte und Einführungen in Chat-Form. ‘Ähnlich’ deshalb, weil Niles einen Schritt weiter geht: Es handelt sich hierbei nämlich um einen Chat Assistenten und keinen ‘einfachen’ Bot. Dieser Assistent soll nach und nach alles Mögliche an Wissen in unternehmenseigenen Chats aufsaugen und ebenso an die Fragesteller abgeben. Der Assistent lernt also aus den Fragen und Antworten der Mitarbeiter und wird so zum ‘Mädchen für alles’. Der Haken an der Sache: Niles hört bzw. liest mit! Sofern der Bot einer Slack Unterhaltung hinzugefügt wird, analysiert er den Chatverlauf um einerseits Wissen für zukünftige Fragen zu erhalten und andererseits Wissen bei aufkommenden Fragen abzugeben. Je nach Bedarf ist Niles also zu aktivieren bzw. zu deaktivieren. Datenschützer werden sicherlich mahnend den Zeigefinger erheben.

AISense und Zoom – Gesagtes durchsuchen.

AISense möchte den Markt mit seinen Kernkompetenzen in AI und Sprachanalysen revolutionieren. Wie das aussehen kann, zeigt das StartUp in Zusammenarbeit mit Zoom (einem Entwickler für Videokonferenz-Tools). Zusammen präsentieren sie ein Video-Tool, das gehaltene Konferenzen einfach durchsuchbar und strukturierter machen soll. Richtig gelesen: Die gehaltene (und aufgezeichnete) Konferenz kann im Nachhinein einfach per Texteingabe nach Keywords durchsucht werden. AISense übernimmt dabei die genaue Übersetzung von der Sprach- in die Textform. Ausserdem soll die künstliche Intelligenz, die in der Anwendung steckt, die Gespräche im Nachhinein auch sinnvoll kuratieren.

Bemerkenswert sind die Features der Spracherkennung – das Tool soll, ähnlich dem Google Assistent, Stimmen unterscheiden können und somit eindeutig den einzelnen Gesprächspartner zuordnen können. So bleiben alle möglichen Meeting-Eskapaden auch für die Nachwelt abgedruckt – wunderbar.

Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zum Thema Chatbots&Co oder finden Sie auch zum Thema  Kommunikation auf unserer Webseite (dort finden sich auch weitere Integrationen zu intelligenten Tools auf unserer Plattform).