XY-Theorie
engl. xy theory
Die XY-Theorie von McGregor basiert auf unterschiedlichen Menschenbildern. Die Theorie X sieht den Menschen negativ, die Theorie Y positiv:
Theorie X - Autoritärer Führungsstil:
- Der Durchschnittsmensch ist träge und geht der Arbeit soweit wie möglich aus dem Weg.
- Mitarbeiter haben nur wenig Ehrgeiz, scheuen Verantwortung und möchten angeleitet werden.
- Mitarbeiter sind durch ein dominantes Sicherheitsstreben gekennzeichnet.
- Durch Druck und mithilfe von Sanktionen muss versucht werden, die Unternehmensziele zu erreichen.
- Straffe Führung und häufige Kontrolle sind wegen der Trägheit des Menschen unerlässlich.
Theorie Y - Kooperativer Führungsstil:
- Arbeitsunlust ist nicht von Natur angeboren, sondern eine Folge schlechter Arbeitsbedingungen.
- Mitarbeiter akzeptieren Zielvorgaben. Sie besitzen Selbstdisziplin und Selbstkontrolle.
- Die Mitarbeiterpotenziale sind größer als vermutet und damit stärker als erwartet nutzbar.
- Durch Belohnung und die Möglichkeit zur Persönlichkeitsentfaltung werden die Untemehmensziele am ehesten erreicht.
- Bei günstigen Erfahrungen suchen die Mitarbeiter die Verantwortung, wenn sie richtig geführt werden.
McGregor ist davon überzeugt, dass in der Führung von der Theorie Y ausgegangen werden sollte und empfiehlt, die Theorie X aufzugeben. Vorgesetzte, die ihre Mitarbeiter nach der Theorie X beurteilen, machen es sich häufig zu leicht. Andererseits werden nicht alle Mitarbeiter von einem kooperativen Führungsstil angesprochen. Darin liegt sicher ein Grund dafür, dass Hersey in seinem dreidimensionalen Führungsmodell den Einsatz des Führungsstils vom Reifegrad des jeweiligen Mitarbeiters abhängig macht.
Quelle
Olfert, Klaus: Lexikon Personalwirtschaft. 1. Aufl. Friedrich Kiehl Verlag GmbH 2008.
Kommentare
Dipl.-Kffr. Juliane Handschuh, München
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die Darstellung der XY-Theorie und der entsprechenden Ableitung der Führungsstile. McGregors Theorie war mit einer der ersten Ansätze zu hinterfragen, mit welchem Menschenbild eine Führungskraft generell an Mitarbeiter herangeht. Neben dem Reifegrad und dem Aspekt der situativen Führung geht der Trend immer mehr dahin, den Menschen ganzheitlich mit all seinen Erfahrungen und inneren Motiven zu verstehen und ihn entsprechend zu fördern. Dieses Wissen gepaart mit empathischen Verstehen, Wertschätzung und Kreativität im Umgang mit Mitabeitern sollten Führungskräfte haben und verinnerlichen. Nur so können Mitarbeiter motiviert und ihre Leistung langfristig optimiert werden.



