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Effizienzlohntheorie

engl. efficiency wage models

Die Effizienzlohntheorie beruht auf der Annahme, dass die Leistung eines Arbeitnehmers zumeist nicht genau vorgegeben ist und vom gezahlten Reallohn positiv beeinflusst wird. Der Kernhypothese zufolge werden Lohnsenkungsspielräume selbst bei Arbeitsangebotsüberschuss nicht genutzt, da deren möglicherweise abträglichen Rückwirkungen auf die Arbeitnehmer und deren Motivation die Einsparungen durch die Lohnsenkung dominieren bzw. kompensieren. Effizienzlohnsätze thematisieren somit die Differenz zwischen aktuellem Entgelt und alternativen Verdienstmöglichkeiten unter der Prämisse der unvollkommenen Information. Ziel der Effizienzlohnzahlung ist es, möglichst "produktive" Arbeitnehmer einzustellen ("adverse-selection"-Ansatz), Leistungsanreize zu setzen ("shirking"-Ansatz), die Fluktuationskosten zu minimieren ("labour-turnover"-Ansatz) und einen im Sinne der Beschäftigten "gerechten" Lohn zu zahlen (soziologischer Ansatz).

Quelle

Becker, Fred G.: Lexikon des Personalmanagements. Über 1000 Begriffe zu Instrumenten, Methoden und rechtlichen Grundlagen betrieblicher Personalarbeit. 2. Aufl. DTV-Beck 2002.

Literatur

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