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embrace | medienfabrik Gütersloh GmbH

Brief an die Leser

„Im Grunde ist es doch so einfach!“

Liebe Leser,

sofern man, wie mit diesem nunmehr vierten HR-Barometer, die vergangenen Jahre seit den bleiernen Zeiten von 2001 bis 2004 bis hin zur Gegenwart Revue passieren lässt, dazu noch Ausblicke der Zunft für die Zukunft („HR 2020“) wagt, dann wird einem leicht ums Herz. Denn eigentlich liegt die kommende Zeit des Human Resources Management klar auf der Hand. Neue bahnbrechende Themen sind für den Personalbereich nicht absehbar. Wer als HR-Verantwortlicher das Programm der kommenden Jahre für sein Unternehmen schneidern möchte, kann sich dabei auf die ursprünglichen Ziele einer Unterstützungsfunktion, wie es HR nun einmal ist, besinnen. Dies kann entlang von zwei Dimensionen erfolgen: Zum einen die Output-Dimension, der Nutzen und die Kosten der betrieblichen Ressourcen, für die HR (mit-)verantwortlich ist. Zum zweiten die Input-Dimension, der Nutzen und die Kosten der eigenen Funktion und damit von sich selbst. Überraschende Brüche zum Treiben in der Vergangenheit wird es somit nicht geben.

Falls, ja falls man bislang alle Entwicklungslinien nicht nur bemerkt und verstanden, sondern auch bejaht und verarbeitet hat. Wenn, erst wenn man seine transaktionale HR effizient und exzellent umgestaltet hat und für seine transformationale HR den Wertschöpfungs-Kick für das Business entdeckt hat. Beides ist schwer. Dann aber wird es einfach, zumindest im Grundsatz. Die allmorgendliche Frage am Schreibtisch (beim Hochfahren des Rechners) oder beim Workshop (bevor die ersten Teilnehmer eintrudeln) bleibt in jedem Fall unverzichtbar: Was kann heute – aus der „People“-Dimension heraus – denn Richtiges für das Unternehmen unternommen werden? Es sei denn, man stellt sich die Frage bereits am Abend zuvor und besitzt am Morgen bereits (s)eine Antwort.

Es ist in den vergangenen Wochen niemandem entgangen, dass die kommenden Monate und wohl auch Jahre nicht zu den Schönwetterzeiten zählen werden. Immerhin behaupten viele Unternehmensführer, ihr Haus dafür in der Vergangenheit bereits prophylaktisch „wetterfest“ gemacht zu haben. Man muss dabei nicht nur an die derzeit überall nachgefragten und angebotenen „Regenschirme“ der Politik denken. Erst die Zukunft wird zeigen, ob das Management sich dabei von der Mechanik moderner Funktionstextilien hat leiten lassen: Alles Unangenehme von draußen (zum Beispiel den Regen) abperlen zu lassen und alles Unangenehme von drinnen abzusondern (zum Beispiel den Schweiß). Diese Semipermeabilität darf aber keinesfalls dazu führen, dass nichts und niemand mehr von außerhalb ins Unternehmen hinein darf beziehungsweise alles Lästige, Störende und Widerborstige endlich entsorgt werden kann. Denn Reibung, Widerspruch, Auflehnung gehörten schon immer zum Fortschritt.

Ihnen, liebe Leser, wünschen wir eine antreibende Lektüre dieser Studie von Capgemini Consulting und konkrete Anregungen für Ihre Aufgaben rund um das Human Resources Management. Für diese natürlich viel Erfolg!

Berlin/München, im Januar 2009,

Martin Claßen, Dieter Kern

Quelle:
Capgemini Consulting Österreich AG - http://www.capgemini.com/


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