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Einführung einer Software für Personalmanagement – ein Erfahrungsbericht

Zusammenfassung eines Vortrages von Dr. Josef Fesel, Head of Corporate Human Resources, Palfinger AG, auf der Personal Austria 2008.

Talent Management bei Palfinger
Rückblick, Ausblick und Lessons Learned

Palfinger beschäftigt zur Zeit 3.800 Mitarbeiter, die auf über 12 Länder (Europa, Asien, Amerika und Afrika) an 23 Standorten verteilt sind und 9 unterschiedliche Sprachen sprechen. Die antreibenden Kräfte für das neue Projekt zur Einführung einer umfassenden Softwarelösung für Personalmanagement waren u.a. die fortschreitende Internationalisierung des Unternehmens, die unterschiedlichsten Datenbanken mit den Daten der Mitarbeiter, die (Non-)Standards für Mitarbeitergespräche, Jobprofile, Management-Potenzial.

Einige der Projektziele lauteten:

Das Projekt umfasste die Bereiche Stammdaten, Stellenverwaltung, HR-Berichte, Talent Management (Mitarbeitergespräche, Ziele, Leistungsbeurteilung, Kompetenzmanagement, Weiterbildung, Nachfolgeplanung) und Recruiting. Benutzergruppen sind z.B. Administratoren, HR-Manager, Payroll, Travel-Manager, Manager und Mitarbeiter.

Als jährliche Kosteneinsparung des HR-Projektes wurde unter anderem folgendes geschätzt:

Wie war der zeitliche Verlauf des Projektes?

Das Projekt wurde ursprünglich stark unterschätzt. Das Ziel bis Ende 2007 das Projekt abzuschließen (also innerhalb von 12 Monaten vollständig umzusetzen) war utopisch. Als Projektstruktur gab es im Wesentlichen nur einen Projektleiter auf Kunden- und Lieferantenseite. Nach einigen Monaten gab es ein völlig neues Set-Up für das Projekt mit folgenden Funktionen bzw. Teams:

Positive „Nebeneffekte“ des Projektes waren z.B., dass die Stammdaten bereinigt wurden, erstmals detaillierte Prozessbeschreibungen für das Thema erstellt wurden, es zu einem globalen Personalsystem kommen wird, eine „Gelbe-Seiten“-Funktion eigeführt wird (statt den nicht-aktuellen Telefonlisten) und dass es zu einer Vereinheitlichung der Jobbezeichnungen für alle Standorte kommen wird.

Um die Akzeptanz für Mitarbeiter und Manager zu erhöhen, werden alle Benutzer drei Mal zu je 1,5 Stunden geschult. Es werden die Vorteile erklärt und die Navigation erklärt und die Führungskräfte werden intensiver auf die Benutzung des Systems vorbereitet. Diese Lehrmaßnahmen werden durchgeführt, obwohl das System grundsätzlich selbsterklärend ist. Zusätzlich kümmert sich eine Vollzeitkraft um die interne Helpline und innerhalb des Tools werden Tutorials und Hilfetexte bereitgestellt.

Lessons Learned: Was hat man aus dem bisherigem Projektverlauf gelernt?

Wien, 1. Oktober 2008

Zusammengefasst von Hans Diegruber

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